News

Gib Acht! Mehr Aufmerksamkeit auf Kinder im Verkehr


Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert erhöhte Aufmerksamkeit auf Kinder im Straßenverkehr – speziell zu Schulbeginn.

Autofahrer haben Verantwortung
Für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr sind nicht nur die Eltern verantwortlich. Alle Verkehrsteilnehmer − vor allem die Autofahrer − müssen zum Schutz und Wohl der Kinder ihr Verhalten anpassen. „Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen, daher muss jeder Verkehrsteilnehmer damit rechnen, dass sich Kinder nicht immer an die Verkehrsregeln halten“, so Rainer Kolator, Leiter des KfV in Salzburg.

Kinder haben beim Überqueren Vorrang
Fahrzeuglenker sind gesetzlich verpflichtet, Kindern eine sichere Überquerung der Fahrbahn zu ermöglichen – und zwar nicht nur auf Zebrastreifen, sondern auch an allen anderen Straßenstellen: Autofahrer müssen also immer anhalten, damit ein Kind sicher die Straße queren kann.

Wichtigster Schutz: Tempo reduzieren
Achten Sie auf Kinder als Verkehrsteilnehmer, und reduzieren Sie das Tempo, damit Sie jederzeit auf das oft unvermittelte Verhalten von Kindern sicher reagieren können! Überall, wo man mit Kindern rechnen muss , sollte die Geschwindigkeit reduziert werden. Rund 85 Prozent aller Unfälle mit Kindern passieren nicht am Schulweg, sondern in der Freizeit: Daher auch am Nachmittag speziell auf Kinder achten. Nicht nur auf die Schulanfänger sollte besonders geachtet werden, denn Kinder zwischen zehn und 14 Jahren werden häufig bei Schulwegunfällen verletzt.

Achtung Schulbus: Vorbeifahrverbot
Bei Schulbussen im Einsatz (orangefarbene Schülertransporttafel, eingeschaltete Alarmblinkanlage und Warnleuchten) darf entsprechend der gesetzlichen Lage auf keinen Fall vorbeigefahren werden. Die Fahrzeuglenker müssen anhalten – auch dann, wenn der Bus in einer Haltestellen¬bucht steht!

Besonderheiten von Kindern im Straßenverkehr
 Kinder sind leicht ablenkbar! Die Aufmerksamkeit von Kindern richtet sich oft plötzlich auf für sie wichtige Objekte (z.B. vorbeilaufende Katze). Gefahren im Straßenverkehr werden dann nicht mehr wahrgenommen.
 Reaktionszeit: Für Volksschulkinder ist es noch schwierig, begonnene Handlungen (z.B. Laufen) plötzlich zu unterbrechen, was zu problematischen Situationen führen kann.
 Eingeschränkte Wahrnehmung: Volksschulkinder können Entfernungen noch nicht richtig einschätzen und haben ein engeres Blickfeld als Erwachsene. Sie nehmen herankommende Fahrzeuge erst viel später wahr und erkennen schwer, ob sich Geräusche nähern oder entfernen. Volksschulkinder können aufgrund ihrer Körpergröße auch nicht über parkende Autos hinwegsehen.
 Längeres Queren: Bitte geben Sie Kindern genug Zeit, die Straße in Ruhe zu überqueren. Aufgrund der kürzeren Schrittlänge brauchen Volksschulkinder länger, um die Straße zu überqueren. Gerade Schulanfänger brauchen auch oft länger, um zu entscheiden, ob das sichere Queren möglich ist.

Alle Straßenverkehrsteilnehmer sind aufgefordert, sich besonders rücksichtsvoll und vorbildlich gegenüber Kindern zu verhalten.

Rückfragehinweis: Mag. Ursula Hemetsberger, Pressereferentin für Salzburg, Tirol und Vorarlberg, KfV,
Tel.: 05 77 0 77 - 2513, 0664 58 44 316, E-Mail: ursula.hemetsberger@kfv.at

Gemeindeamt | 5632 Dorfstraße 35 | Tel. 06433/7214-0 | gemeinde@dorfgastein.at
W3C Web Accessibility Initiative - diese Website ist WAI A WCAG 1.0 konform