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Gemeinde Dorfgastein | 5632 Dorfgastein | Dorfstraße 35 | Tel. 06433/7214-0 | gemeinde@dorfgastein.at

Geschichte der Kirche und der Pfarre
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Auszug aus dem Kirchenfürher:

Die erste urkundliche Nachricht von einer Kirche in der vorderen Gastein befindet sich in einer chiemseeschen Urkunde vom Jahr 1350. Diese Urkunde ist allerdings heute nicht mehr auffindbar.
Die Kirche von Dorfgastein ist vorerst Filialkirche der Mutterpfarre Gastein, des „Gozhawses zu unserer Lieben Frawen zu Hof“.
1400 stiftet der Grauf Haugh von Goldegg für die „zukhürch sand Ruprechtz und sand Virgili dasz Dorf in der Castewn“ eine Wochenmesse.
1455 wird durch eine Stiftung ein „Gesellpriester“ für weitere Gottesdienste in Dorfgastein gewonnen.
Im Zuge der Gegenreformation kommt es 1735 zur Errichtung eines Vikariates.
Seit dem Jahre 1857 ist Dorfgastein eine selbständige eigene Pfarre, deren Betreuungsbereich sich mit der politischen Gemeinde deckt und die „Zechen“ Dorf, Luggau, Unterberg und Maierhofen umfasst.

Seit der Pfarrerhebung wirkten in Dorfgastein 15 Seelsorger, wobei der Geistliche Rat Kaspar Kirchner als letzter Pfarrer am längsten diente (von 1960 bis 1993). Seit 1993 wird die Pfarre von Pfarrprovisoren betreut.

Baugeschichte

Mitten im Dorf liegt an beherrschender Stelle, parallel zur Straße gebaut, die dem hll. Rupertus und Virgil geweihte Kirche mit ihrem charakteristischen schiefen Turm. Sie zählt zu den ältesten Baudenkmälern des Tales und ist heute noch zum größten Teil in der ursprünglichen gotischen Bauform erhalten.
Bauteile der nach Süden gerichteten Kirche – vor allem der frühgotische Nordturm mit seinen fünf Geschoßen, der eigenartigerweise in den drei oberen Geschoßen noch romanische Rundbogenfriese mit Zahnschitt trägt – weisen jedenfalls auf eine Entstehungs- und Ursprungszeit im frühen 14. Jahrhundert hin. Auch die Tür zur Sakristei und eine Wandnische hinter dem Hochaltar zeigen den romanischen Rundbogen.
Der Turm musste 1616 durch Stützmauern verstärkt werden, da er sich bereits stark nach Nordwesten zu neigen begann. Im Zuge der 2002 abgeschlossen Generalsanierung der Kirche wurde auch eine Außenrenovierung durchgeführt.

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Das Juwel der Kirche ist die spätgotische Madonna, geschaffen um 1460. Die auf der Mondsichel stehende Madonna trägt das nackte Kind auf der Linken. Mit der rechten Hand reicht sie ihm den Apfel (die neue Eva wirkt so an der Erlösung durch den neuen Adam aktiv mit). Der Stil der „Langen Linie“ ist in dem Faltenwurf des Gewandes klar ausgeprägt. Diese Statue stand während des Krieges aus Sicherheitsgründen bekleidet in der Maierhoferkapelle.

Den Kirchenführer erhalten Sie im Pfarramt Dorfgastein (Dienstag 09:30 – 11:00 Uhr und Freitag 09:00 – 11:00 Uhr) zum Preis von € 3,– pro Stück.

Wir danken Hr. Mag. theol. Siegfried Fischer für die Zurverfügungstellung seiner Diplomarbeit
„Die Kirche des Heiligen Rupertus und Heiligen Virgilius in Dorfgastein“.

 

Kontakt
Pfarramt Dorfgastein, Dorfstraße 33, 5632 Dorfgastein
Telefonnr.: 06433/72 02
Öffnungszeiten: Dienstag 15:00 bis 17:30 Uhr und Freitag 9:00 bis 11:30Uhr

Andreas Rieser

Kirchenbeitrag

Erzdiözese Salzburg